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„Ich freue mich auf die Herausforderung“ :

Ortsverein

Kommunikation spielt für die Sozialdemokratin eine zentrale Rolle

Brigitte Utsch ist Realistin genug, um zu wissen, dass es schwer wird: Die 56-Jährige will Ortsbürgermeisterin werden, und so muss der Weg an Amtsinhaber Maik Köhler vorbeiführen. Und die Sozialdemokratin sagt selbst: „Die CDU konnte in den letzten Jahren punkten - auch wenn vieles auf die Weichenstellungen der SPD zurückgeht. Aber Maik Köhler macht seine Arbeit gut."

Damit nicht genug: Die SPD hat in den vergangenen Wochen - freundlich formuliert - keine allzu glückliche Figur abgegeben. Also: Die Ausgangslage ist durchaus anspruchsvoll - aber Brigitte Utsch ist nicht nur Realistin, sondern auch Optimistin. „Ich freue mich auf die Herausforderung."

Sie selbst betrachtet ihre Startposition als gar nicht schlecht: Es sei positiv, dass die Querelen um den Ex-Kandidaten Uwe Grunewald weitgehend überstanden seien. „Es ist noch früh genug, um Schaden abzuwenden." Den Schuh, eine Lückenbüßerin zu sein, will sie sich keineswegs anziehen: Mit ihrem früheren Beruf sei eine Kandidatur nicht vereinbar gewesen – sie hätte also gar nicht antreten können. Weil sie aber seit November arbeitslos ist, könne sie jetzt die Prioritäten anders setzen.

Zu einem Wahlkampf gehört ein entsprechendes Programm, und das hat die Beigeordnete der Ortsgemeinde gestern im Gespräch mit der SZ vorgestellt. Dabei wurde deutlich: Auch wenn die eigentlichen Themen nicht neu sind - z.B. Ortsdurchfahrt Niederschelderhütte, Ortsmitte Birken -, trägt die Akzentuierung eine eigene Handschrift. Müsste man dem Wahlprogramm eine Überschrift geben, würde das Wort .Kommunikation" zwingend darin auftauchen: auch die soziale Komponente ist in ihren politischen Zielsetzungen nicht zu übersehen. „Ich bin halt eine Frau", sagt sie lachend, „und Sozialdemokratin." Soll heißen: Wenn Brigitte Utsch fordert, dass Niederschelderhütte ein anderes Gesicht bekommen muss, denkt sie zwar auch an eine Park-and-Ride-Anlage - aber genauso an eine Eisdiele oder einen Biergarten. „Solche Orte sind wichtig für die Lebensqualität". Anderes Beispiel: Die Aufwertung der Ortsdurchfahrt Birken bedeutet für die SPD-Kandidatin natürlich auch einen Ausbau der K 97 -aber ihr schwebt zugleich ein „Kommunikationsplatz" vor, ähnlich dem Dorfplatz in Mudersbach.

Ein weiterer Themenkomplex im Programm: Familien, Kinder und Jugendliche. „Wir dürfen nicht lockerlassen, müssen mit den Jugendlichen das Gespräch suchen und Alternativen bieten", sagt sie mit Blick auf den unerwünschten Treffpunkt Rewe-Parkplatz. Und um die Gemeinde Mudersbach, für Brigitte Utsch längst „Randgebiet von Siegen", für Familien attraktiv zu machen, sei ein umfassendes Angebot der Kindertagesstätten unerlässlich: „Das müssen wir im Auge behalten und immer wieder dem Bedarf anpassen." Auch ein Mini-Fußballfeld an der Grundschule Niederschelderhütte findet sich im Wahlprogramm. Am Schulgebäude selbst solle über eine Photovoltaik-Anlage nachgedacht werden: „Klima- und Umweltschutz ist ein wichtiges Thema in der Kommunalpolitik."

Über diesen konkreten Vorhaben steht ein zentrales Anliegen: der engere Dialog mit den Bürgern. Denn auch wenn in den Ratssitzungen die Zuschauerbänke meist frei bleiben, sagt sie: „Die Menschen nehmen die Politik vor der eigenen Haustür sehr bewusst wahr. Und sie haben klare Vorstellungen." Deshalb sei es wichtig, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen - ein Instrument dafür könne ein regelmäßiger Runder Tisch sein. „Wichtig ist: Solche Treffen sollten sich nicht auf einzelne Ortsteile beschränken." Denn Brigitte Utsch wünscht sich, dass die Menschen in den drei Ortsteilen enger zusammenrücken. Dass sich die Niederschelderhütter eher Niederscheiden zugehörig fühlen und der Mudersbacher Wald für viele durchaus den Charakter einer Grenze hat, weiß sie - aber: „Niederschelderhütte gehört nunmal zu Mudersbach, und wenn sich dort etwas verbessern soll, dann kommen die Impulse aus Mudersbach." Und dass ihr Programm viele Punkte für Niederschelderhütte enthält, sei eine logische Konsequenz aus den politischen Entscheidungen der vergangenen Jahre: „Mudersbach und Birken sind gut bedient worden, jetzt ist Niederschelderhütte an der Reihe."

Wer mehr über die Ziele der SPD-Kandidatin wissen will, kann sie jederzeit ansprechen, aber sollte nicht darauf warten, dass es an der Haustür klingelt und Brigitte Utsch davor steht. „Ich bin kein Nachmacher", sagt sie mit Blick auf den Haustür-Wahlkampf von Maik Köhler im letzten Wahlkampf. Stattdessen wird sie einen Info-Brief aufsetzen und öffentliche Termine wahrnehmen: „Jetzt ist es meine Aufgabe, meine Wähler zu überzeugen."

Siegener Zeitung (damo) am 26.02.2009

 

Kommentare :

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Bürgermeister Utsch

Sehr geehrter Herr Meyer....(oder doch ein Pseudonym)?? Ich kenne Frau Utsch jetzt seit weit über 50 Jahren und ich kenne Sie als äußerst intelligente, integere und mit einer hohen sozialer Kompetenz ausgestatte Persönlichkeit. Für die Bürger und die SPD der Gemeinde Mudersbach ist Frau Utsch ein absoluter Gewinn. Sie kennen Frau Utsch offensichtlich gar nicht! Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass Frau Utsch nicht qualifiziert ist? Doris Hajgholipour

Autor: Doris Hajgholipour, Datum: 06.04.2009


Sehr geehrter Herr Meyer,

warum sollte eine Frau wie Brigitte Utsch, mit gesundem Menschenverstand, Courage Engagement in Vereinen der Gemeinde und in der Politik nicht als Bürgermeisterkandidatin aufgestellt werden? Das einzige was ich Persönlich nicht Qualifiziert finde, ist Ihr Kommentar in dem Sie Menschen Be- und Verurteilen die Sie nicht oder kaum kennen.

Autor: Hans-Albert Schäning, Datum: 02.04.2009


Bürgermeister Utsch, das ich nicht lache !

Hat denn die SPD Niederschelderhütte keine qualifizierten Mitglieder ? Ihr macht Euch mit Euren Bürgermeisterkandidaten allmählich zum Lachapfel der Gemeinde. Wenn es keine qualifizierteren SPD Genossen gibt dann danke der SPD ! Unverantwortlich, solche Leute als Bürgertmeisterkandidaten zu benennen.

Autor: Franz Meyer, Datum: 28.03.2009


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